Skip to navigation (Press Enter) Skip to main content (Press Enter)

Nachhaltigkeit durch Zusammenwirken

6. Februar 2020 Von: JB

Vortrag von Bernd Nilles, Direktor Fastenopfer am 6. Februar 2020 Etwa zwanzig Personen folgten im Pfarreisaal den Ausführungen von Bernd Nilles, dem Direktor des Fastenopfers. Zuerst stellte er sich selbst vor. Er wohnt mit seiner Familie im Pfarrhaus, in der Wohnung, welche durch den Wegzug von Thomas Lang frei wurde. Ursprünglich stammt er aus dem Rheinland. Seit knapp drei Jahren ist er nun Direktor des Fastenopfers. Vorher war er bei Misereor dem deutschen Pendant von Fastenopfer, dann leitete er neun Jahre die internationale katholische Allianz der „Fastenopfer-Hilfswerke“ CIDSE, die in Belgien ansässig ist. Kurz ging er auch auf die Geschichte des Fastenopfers ein. Es entstand aus einer Initiative des Schweizerischen Jungwachtbundes unter dem damaligen Leiter Meinrad Hengartner (dem ersten Direktor des Fastenopfers). Prägend für die Schweiz ist die ökumenische Zusammenarbeit mit Brot für alle. Auf Grund seiner Arbeit ist Fastenopfer vom Bund anerkannt und erhält für seine Projekte auch Geld aus dem DEZA-Kredit. Heute unterhält Fastenopfer Projekte in 14 Ländern. Ziel der Arbeit ist es, die globale Gerechtigkeit zu fördern. Denn alle Menschen sollen den Anspruch auf ein gutes Leben verwirklichen können. Dabei konzentriert sich Fastenopfer im Süden auf die Entwicklung, in der Schweiz auf die Sensibilisierung, in der Schweiz und im Süden auf die Transformation. Nilles zeigte die Entwicklung im Süden am Beispiel der Kalebasse-Gruppen im Senegal auf. Diese Solidaritäts-Gruppen legen freiwillige Beiträge zusammen und gewähren daraus zinslose Darlehen. Durch dieses selbstverwaltete Wirtschaften ermöglichen sie Vorsorge in Notzeiten. Als zweites Beispiel diente die Organisation Agro Eco auf den Philippinen. Durch Ausbildung und eigene Saatgutzüchtungen und Austausch von Saatgut gelingt es den Bauern, sich aus der Verschuldung zu lösen und nachhaltig zu wirtschaften. Die Organisation erhielt dafür den ersten Internationalen Award für Agrarökologie. Als Beispiele für die Sensibilisierung in der Schweiz nannte der Referent die Mitarbeit bei der Konzerninitiative, der Gletscherinitiative und das Engagement für den fairen Handel.

Zurück