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Kirche im Quartier

Das Gebiet der Stadt Luzern (ohne Littau/Reussbühl*) ist in acht Pfarreien aufgeteilt. So hat jede Katholikin und jeder Katholik eine klare Anlaufstelle für alle kirchlichen Fragen.

Die Pfarrei ist der kleinste Seelsorgebezirk in der katholischen Weltkirche. Diese geographische Einteilung dient dazu, dass im unmittelbaren Umfeld der Menschen eine kirchliche Gemeinde vorhanden ist. Für alle, die es wünschen, kann dort Vernetzung und Gemeinschaft entstehen, und es werden die Dienste angeboten, welche Menschen in verschiedenen Lebenslagen von der Kirche erwarten können.

Von der Taufe bis zur Beerdigung, vom Anlass für Kleinkinder bis zum Seniorentreff, vom Einzelgespräch bis zum grossen Fest reicht die Palette der pfarreilichen Tätigkeiten, an denen auch viele Freiwillige mitwirken. In den Pfarreien des Pastoralraums Luzern arbeiten jeweils Fachleute für Seelsorge, Unterricht und Bildung, Soziale Arbeit, Musik, Administration und Gebäudebetrieb zusammen.

Lebensraum und Kirchennähe

Sehr lange gab es in der Stadt Luzern nur eine Pfarrei (St. Leodegar im Hof). Schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts war zwar die Franziskanerkirche in der Kleinstadt faktisch Pfarrkiche, aber offiziell wurde dies erst gemeinsam mit der ersten Pfarrei ausserhalb der Stadtmauern, St. Paul, im Jahr 1913 bestätigt. Die Bevölkerungszahl der Stadt hatte sich von 1850 bis 1910 auf 40'000 Bewohner/innen vervierfacht.  In den folgenden 55 Jahren wuchs die Stadtbevölkerung nochmals um das Doppelte, und es kamen noch fünf weitere Pfarreien hinzu: St. Karl (1934), St. Josef-Maihof (1941), St. Anton (1954), St. Michael (1967) und St. Johannes (1970).

Da die Bevölkerungszahl in den alten Stadtquartieren (ohne Littau/Reussbühl*) seit 1970 bis in die jüngste Vergangenheit eher zurückging und sich die kirchliche Praxis der Mitglieder (Gottesdienstbesuch und Bezug zur Pfarrei) stark verändert hat, wird in der Katholischen Kirche Stadt Luzern intensiv über die zukünftige Nutzung der Infrastruktur diskutiert. Erste Veränderungen sind schon umgesetzt: Die Pfarreien St. Anton und St. Michael arbeiten mit einem Pfarreiteam und einem Pfarreirat zusammen und teilen die Pfarreiräumlichkeiten in St. Michael mit der albanischen Mission. In St. Josef-Maihof werden Kirchen- und Pfarreiräume zu einem offenen Quartierzentrum in kirchlicher Trägerschaft umgenutzt.

* Littau und Reussbühl bilden nach wie vor eigene Kirchgemeinden und Pfarreien: siehe www.pfarrei-littau.ch und www.pfarrei-reussbuehl.ch.