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Rathaus Sempach: Museum und Menschen

24. Oktober 2018 Von: JB HJ

Rathaus Sempach: Museum und Menschen Rund 30 Männer und Frauen folgten der Einladung zum Besuch des neu eingerichteten Museums im vor Kurzem renovierten rund 540-jährigen Rathaus von Sempach. Die beiden kompetenten Führer stellten zuerst das Haus von der Stadt- und von der Seeseite mit ihren unmerklichen (Stadt) und augenfälligen (See) Eingriffen in die alte Substanz vor. Das Rathaus war immer auch Mehrzweckraum, in dem früher nicht nur Rat und Gericht gehalten, sondern auch gehandelt, Kinder unterrichtet und Theater gespielt wurde. Sogar die Vogelwarte war zeitweise hier untergebracht. Auch heute werden einzelne Räume für Vorträge, Konzerte und Bankette, aber auch als Trauzimmer genutzt. Der ehemalige Stadtarchivar Martin Steger führte uns durch die unteren Geschosse: Das Entrée in der einstigen Stadtmetzg, die Ausstellung über kirchliches Leben und Brauchtum in früheren Archivraum. Die Stadtgeschichte wird in der einstigen Tuchlaube und in der ehemaligen Ratsstube gezeigt. Dabei wies der Führer auf einzelne Objekte hin und erläuterte ihre geschichtlichen Umstände, so beim Ratssilber die Aufnahme von Bürgern in früheren Jahrhunderten oder die verworrene Geschichte um die Kabinettscheiben im Ratssaal. Das Dachgeschoss ist der Schlacht von Sempach, ihrer Geschichte und ihren Helden (Herzog Leopold, Petermann von Gundoldingen, Arnold von Winkelried). Kurt Messmer, früher Dozent an Pädagogischen Hochschule und an der Uni Fribourg vermittelte didaktisch brillant die Fakten: nur spärliche Quellen, dafür ein mit der Zeit wachsendes Geflecht von Erzählungen und Mythen. Vor allem zeigte er die wichtige Bedeutung der Schlacht für das werdende Territorium der Stadt Luzern und jene der Schlachtfeier von 1886 für den jungen Bundesstaat auf. Anschliessend sassen die Teilnehmenden beim Imbiss in gemütlicher Runde im Ristorante «Una Storia della Vita» zusammen.

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