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Eine «Oase der Sinne» im Obergrundquartier

Die Pfarrei St. Paul soll eine «Oase der Sinne» sein, die den verschiedensten Menschen eine Heimat bietet. Am südlichen Stadtrand von Luzern, im Obergrund, gelegen, ist sie eine der beiden grössten Pfarreien der Stadt. 2012 wurde sie 100 Jahre alt. 

Wer in Luzern wohnt, kennt ihren imposanten Turm. Die Kirche St. Paul steht wie ein Fels in der Brandung an der vielbefahrenen Obergrundstrasse. Zu beiden Seiten erstrecken sich die Wohngebiete Obergrund und Moosmatt, in denen Menschen aus den verschiedensten sozialen Schichten und Kulturen zuhause sind.  

Sie sollen durch das Angebot der Pfarrei angesprochen werden. St. Paul will eine Oase der Sinne sein. Je nach Kirchenfest oder Jahreszeit wandelt sich der Kirchenraum. Musik und Liturgie unterstützen die Stimmung. Die Kirche wirkt einladend auf viele Menschen über die Pfarreigrenze hinaus.

Getragen von der Quartier-Bevölkerung

Die Pfarrei St. Paul kann seit 100 Jahren auf die Initiative von vielen Leuten im Quartier zählen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Obergrund ein schnell wachsendes Gebiet. Ein Kirchenbau und eine eigene Pfarrei drängten sich auf. Der Kirchenbau geht auf die Initiative der Quartierbevölkerung zurück. Auch heute lebt die Pfarrei vom Engagement ihrer Mitglieder, sei es in den Jugendverbänden, den Chören oder anderen Gruppierungen. 

Pfarrei am Stadtrand

Die Kirche St. Paul wurde am Stadtrand erbaut. Früher stand dort die sogenannte Studentenkapelle. Gleich daneben lag der Dünkelweiher. Bevor 1909 der Bau der Kirche im Jugendstil begann, wurden am ehemaligen Stadtrand von Luzern, die hohlen Baumstämme genannt «Dünkel» in einem Weiher feucht gehalten. Diese waren damals für die Kanalisation verwendet worden. Die Kapelle erhielt ihren Namen, als sich Studenten während einer Pestseuche hier ausserhalb der Stadtmauern zum Beten und Diskutieren trafen. Den Dünkelweiher gibt es heute nur noch im Namen der «Zunft zum Dünkelweiher», die sich bis heute wie die anderen Luzernerzünfte für das Wohl der Bevölkerung einsetzt.